Der Geist baut die Welt. Mein astrologisches Weltbild.
Bild der Astrologin Gaby Multhammer, die zum Himmel blickt

Der Geist baut die Welt

Mein astrologisches Weltbild

Gaby Multhammer

Was zeigt uns das Wassermann-Zeitalter?

Astrologie und ihre Analogie zur IT.

An der Schwelle ins Wassermann-Zeitalter (der Übergang ist fließend) dominiert künftig das Element Luft unser Leben. Wir stehen, so der astrologische Konsens, vor tiefgreifenden Veränderungen im Denken, Kommunizieren, Vernetzen im Privaten wie am Arbeitsplatz sowie vor dem Streben nach echter Freiheit und Individualität.

Pluto in Wassermann fordert mit Macht eine Erweiterung des Bewusstseins (Aufklärung), technischen Fortschritt, Innovationen und ich behaupte, ein alternatives Weltbild abseits vom Materialismus und Kapitalismus. Die digitale Seite tritt in unserem Leben zunehmend in den Fokus. Das Stichwort KI – Künstliche Intelligenz - begegnet uns mittlerweile überall.

Leider ist die KI überwiegend negativ konnotiert, weil sie angeblich unvorstellbare Gefahren für jede Art von Betrug bergen soll. Betrogen werden wir auch von Menschen und das schon immer. Die Hysterie verstellt den Blick für die Chancen, welche in der KI stecken. Ich wage hier eine kühne These:

Die Welt um uns herum ist nicht so, wie sie uns erscheint!

Die Astrologie hat ihre Anfänge in Sumer und ist ein Geschenk der Götter. Der Aufbau der sumerischen Kultur wirkte auf mich wie ein künstliches Szenario, ähnlich einer Computersimulation. Die PC-Programme steuern dabei den Ablauf der Datenverarbeitung. Programmteile können so implementiert sein, dass sie sich wiederholen (Schleifen) und regelmäßig andere Programme aktivieren.

Genau dieses Szenario erkenne ich in den »himmlischen Kreislauf-Erscheinungen, die den Willen der Gottheit bekunden«. Das entspricht astrologisch den Planetenzyklen, die im Seelenleben ihre Entsprechung haben und auf wiederkehrende Ereignisse verweisen, wie die Zeiger einer Uhr.

Dann heißt es weiter:

»Die Erscheinungen des Kosmos und des Kreislaufs sind Stoffwerdung der Gottheit... Alle Teilerscheinungen vom Größten bis zum Kleinsten sind Spiegelbilder des Ganzen und Spiegelbilder voneinander.«

Alles, was im Kosmos, d.h. in der Welt erscheint, ist zu Stoff bzw. zu Materie gewordener göttlicher Wille. Daraus ergibt sich für mich eine Dreiteilung, welche die Gedanken der obigen Kapitel verknüpft.

Die erste, wahre Welt ist das jenseitige Reich der Götter. Dort ist aus astrologischer Sicht der Wille der Götter in einem Offenbarungsbuch mit ‚geistigen Zeichen‘ aufgeschrieben.

Aus dem IT-Blickwinkel könnte es eine IT-Infrastruktur, ähnlich einer Cloud sein.

Physikalisch betrachtet wäre es eine energetische Feldtheorie, ein morphisches bzw. morphogenetisches Feld, wie es der Zellbiologe Rupert Sheldrake postuliert.

Die spirituelle Komponente hält geistige Bereiche aus feinstofflichen Schwingungen oder aus reiner Gedanken-Energie für möglich, ähnlich der Akasha-Chronik von Rudolf Steiner.

Die psychologische Variante könnte man C.G. Jungs Konzept vom kollektiven Unbewussten zuschreiben.

Die zweite Welt ist das Reich der persönlichen Seele. Hier finden wir den Wesenskern eines Menschen, sein eigentliches, wahres Ich (Sonne im Zeichen/Haus). Sie ist über ein Band mit dem Himmelsreich, der kosmischen Seele verbunden. Unsere subjektive Seele fungiert als Vermittlerin zwischen der ersten, geistigen Ebene und der dritten, unserer vermeintlich dinglich-materiellen Welt.

Hier, in der dritten Welt, finden wir den Wirkungsbereich des Egos (Aszendent). Das Ego hat ein eigenes Bewusstsein und ein Verständnis zur Wertung, nach dem Motto, was ist gut und was ist nicht gut (schlecht) für mich. Das Ego besitzt dazu einen freien Willen, aber eben nur zum Werten. Mehr Freiheit ist hier nicht, denn das Ego ist abhängig vom Seelen-Ich. Nur die Seele kennt den verbindlichen Lebensplan, was das Ego nicht immer begreift. Hier schlägt die Stunde der Astrologie. Sie kann dem Ego das verschüttete Wissen zu seinen Lebens-Aufgaben vermitteln.

Jetzt wird es spannend: Stoff und Materie sind nur Spiegelbilder, wie in den sumerischen Texten beschrieben. Spiegelbilder sind selbst nichts Materielles. Ich verstehe unter Spiegelbild eine Projektion, die aus technischer Sicht einem Hologramm nahe kommt. Damit wäre das irdische Leben, ja alles um uns herum nur eine aus Projektionen bestehende holographische Scheinwelt. Unsere Sinne täuschen uns dagegen ein harte Realität im Außen vor.

Die Welt als Täuschung hat eine gut fundierte Tradition. In den philosophischen Schriften Indiens, den Upanischaden, gibt es den Begriff Maya. Sie wird als Gestaltungskraft den Göttern vorbehalten, welche die Wahrheit unter einem Schleier verbirgt. Für den Menschen bedeutet es, dass seine Vorstellung von der Realität nur Traum, Täuschung oder Spiegelbild ist.

Im Höhlengleichnis von Platon begegnet uns diese Illusion erneut. Die Menschen halten das Schattenspiel eines Feuers an der Felswand irrtümlich für die Realität. Die eigentliche Realität liegt jedoch außerhalb des menschlichen Bewusstseins im Hintergrund, im sogenannten Reich der Ideen verborgen.

In der idealistischen Philosophie spricht Kant von einer Welt der Erscheinungen und Schopenhauer von einer Projektion, welche die Welt als Vorstellung vermittelt.

Albert Einstein nennt Raum und Zeit nur eine Illusion. Er glaubte sogar an eine Art Überwirklichkeit – ‚a reality outside us‘ jenseits der uns liebgewonnen Wirklichkeit. Mit der Erforschung dieser anderen Realität würde eine neue Ära für die Menschheit beginnen. So schildert es jedenfalls seine Biografin Antonina Vallentin. Die Zeit wäre reif dafür.

Und wem das noch nicht reicht: Materie besteht laut unseren Physikern zu 99,99999…..% aus leerem Raum, folglich aus nichts! Aber ganz so einfach kann es nicht sein. Schließlich nehmen wir mit unseren Sinnen komplexe Dinge und Sachverhalte war.

Ich möchte dieses Nichts im leeren Raum wiederum Geist nennen (auch Künstliche Intelligenz ist in diesem Verständnis Geist). Werden die Gedanken dieses Geistes durch unseren Sinnesapparat nach außen projiziert, entsteht eine Sinnestäuschung, eine Illusion, die wir materielle Welt nennen.

Der Geist baut mithilfe unserer Sinne die Materie.

Die Welt als holographische Projektion, das Himmelsbuch im Hintergrund.

Die Welt als holographische Projektion (KI-generiertes und überarbeitetes Bild).

Die Seele erkennt dann über die Sinnesempfindungen wie sich ‚Materie‘ im Leben anfühlt. Wir Menschen leben sozusagen in einer ‚virtuellen‘ Welt. Wir schöpfen aus der geistig-spirituellen Quelle, die als astrologische Himmelsmechanik im göttlichen Offenbarungsbuch abgelegt ist.

Ähnliche Überlegungen stellt Liz Greene in ihrem Buch Saturn vor:

»Der Mensch erschafft sich ununterbrochen seine Welt nach den von ihm selbst erzeugten gedanklichen Vorstellungen – eine Wirklichkeit, die Ausdruck seiner Vorstellungen ist.«

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